Chancen? Ungleichheit!

Frische Ideen statt verstaubte Rollenbilder

Tatort Schweiz, 2020. Frauen verdienen noch immer über 7 unerklärliche Prozent weniger als Männer, Männern wird ein gesetzlicher Vaterschaftsurlaub von einem (!) Tag zugestanden. In vielen Familien lohnt es sich nicht, dass die Frau ebenfalls arbeiten geht, weil Kinderbetreuung schlicht nicht bezahlbar ist.

 

Solange wir Unterschiede zwischen Männern und Frauen machen, ist Chancengleichheit eine unerreichbare Utopie. Die Barriere in unseren Köpfen, entlang welcher biologischen Merkmalen entsprechende Charaktereigenschaften sowie Fähigkeiten und Fertigkeiten zugeordnet werden, wirkt sich in allen Bereichen unseres Lebens aus: Angefangen von der Kindererziehung über die Schulbildung und die Berufswahl bis hin zum Arbeitsleben werden Frauen und Mädchen systematisch unterschätzt, verniedlicht und zu schlecht bezahlt. Zudem haben sie mit sexueller Belästigung im Arbeitsumfeld zu kämpfen.

 

Ich will erreichen:

  • Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – Gleichstellungsgesetz jetzt umsetzen. Die in der Revision des Obligationenrechts vorgesehen Kontrollmechanismen sind begrüssenswert, es braucht aber zusätzlich griffige Durchsetzungsmassnahmen bei Verstössen. Frauen*diskriminierung kann nicht systematisch geduldet werden!
  • Vaterschaftsurlaub von mindestens vier Wochen. Ich unterstütze diese Initiative und bin bereit, mich für einen längeren Vaterschaftsurlaub im Nationalrat stark zu machen.
  • Vorschulische und schulergänzende Betreuung soll für alle erschwinglich und genügend entsprechende Angebote vorhanden sein. Ich befürworte eine solidarische Kostenregelung, abgestuft nach Einkommens- und Vermögensverhältnissen.
  • Geschlechterquoten in Kaderpositionen und politischen Ämtern sind für mich ein notwendiges Durchgangsstadium, um insbesondere jungen Frauen zu zeigen: Du kannst alles erreichen.
  • Unsere Diskussionen müssen weg von verstaubten Geschlechterrollen, hin zur Wertschätzung des Individuums als Mitglied einer solidarischen Gesellschaft.

Hier lesen Sie das Streitgespräch mit mir zum 8. März (Frauen*kampftag) im St. Galler Tagblatt.